Besondere Bestimmungen für Kinder, Minderjährige und nicht-mündige Personen

Für Kinder muss ab Geburt ein eigener Ausweis mit Foto durch ihre gesetzlichen Vertreter beantragt werden. Anhand des Ausweisfotos muss ein Kind jederzeit zweifelsfrei identifiziert werden können. Die Identifikation von Kindern ist wichtig, um Kindesentführungen und Kinderhandel besser bekämpfen zu können.

Unterschrift und Fingerabdrücke

Bei Kindern, die das 7. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, wird die Unterschrift weggelassen. Bei Minderjährigen, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wird auf die Erfassung von Fingerabdrücken verzichtet.

Gesetzliche Vertretung

Minderjährige und Personen unter umfassender Beistandschaft müssen für die Beantragung eines Ausweises in Begleitung ihrer gesetzlichen Vertretung erscheinen.

Sind beide Eltern Inhaber der elterlichen Sorge, genügt für die Beantragung eines Ausweises die Unterschrift eines sorgeberechtigten Elternteils, wenn von der Zustimmung des anderen ausgegangen werden kann.

Unverheiratete, geschiedene oder getrennt lebende Eltern müssen einen Sorgerechtsnachweis mitbringen.

Entführungs-Prävention

Um einer allfälligen Entführung eines Kindes vorzubeugen, muss die zuständige ausstellende Behörde (kantonale Passstelle oder Schweizer Vertretung im Ausland) über die Befürchtung einer Entführung durch den Ehepartner oder die Ehepartnerin so rasch als möglich informiert werden. Sobald die ausstellende Behörde Kenntnis davon hat, wird sie einem Ausweisgesuch nur mit der Zustimmung beider sorgeberechtigter Elternteile Folge leisten. Es versteht sich von selbst, dass die Informationen durch die Behörden mit grösster Diskretion behandelt werden.

nach oben Letzte Änderung 26.08.2014